alleskino - Das Gespräch: Iris Berben

Dokus/Drama, Deutschland 2018

„Wir hatten auch Hunger manchmal!“ Die Schaupielerin Iris Berben erinnert sich an ihren frühen Kinofilm „Supergirl“ von Rudolf Thome (1970) In einem 30-minütigen Werkstattgespräch erinnert sich die Schauspielerin Iris Berben ausführlich an ihre frühe Hauptrolle in dem deutschen Kinofilm „Supergirl – Das Mädchen von den Sternen“ (1970) von Regisseur Rudolf Thome. „Als ich den Film jetzt wiedergesehen habe, hat mich das auf eine wunderbare Reise geschickt“, erinnert sich die Schauspielerin. Es sei eine Reise zurück an ihre Anfänge. „Dass der junge deutsche Film auch in dieser Zeit begann, ist ein schöner Zufall.“ Die Neusichtung von „Supergirl“ wurde für Iris Berben zum melancholischen Rückblick, bei dem sie sich als junge Schauspielerin in der Rolle der geheimnisvollen Außerirdischen Francesca Farnese ebenso selbst beobachte wie sie alle Kollegen wieder gesehen habe, darunter vor allem Marquard Bohm (1941-2006), diesen „wunderbaren Verrückten“, mit dem sie bereits in ihrem ersten Kinofilm „Detektive“ (1969), ebenfalls inszeniert von Rudolf Thome, spielte. Ebenso fasziniert wie nachdenklich erinnert sich Iris Berben an ihre Anfänge, als noch „viel Leidenschaft“ im Spiel gewesen sei. „Es gibt auch heute die Leidenschaft, aber es hatte damals noch etwas Spielerisches. Wir waren auf wundersame Weise naiv, zugleich hat man die Zeit aufgesogen, ist mit ihr umgegangen, hat vor allem seine Chance gesehen, was man machen kann, wozu man fähig ist.“ Dabei sei es eine „andere Spielwiese“ gewesen: „Der Zynismus, der heute da ist, war nicht da, der finanzielle Druck, der heute da ist, war nicht da.“ Es seien andere Zeiten gewesen, „und man habe auch schon Hunger gehabt manchmal!“ Zugleich habe sie den Wunsch, lieber wieder näher an der damaligen Zeit zu sein als an der heutigen“. „alleskino - Das Gespräch – Geschichte(n) zum deutschen Film“ ist eine Interview-Reihe konzipiert und kuratiert für alleskino. Sie entsteht mit freundlicher Unterstützung der ifs internationaler filmschule köln. Die Filmgespräche konzentrieren sich jeweils auf einen deutschen Film aus dem Angebot von alleskino. Im Rahmen einer persönlich kuratierten Auswahl führen sie insgesamt in die deutsche Filmkunst bzw. Filmgeschichte ein und machen jeweils mit einer/r Machern/in aus verschiedenen Bereichen der Filmherstellung vertraut. Die Interviews sind von Sachkenntnis der Befragten geprägt, begegnen dabei ihren Zuschauern stets auf Augenhöhe, um anzuregen und erkenntnisreich zu unterhalten. Indem sich heutiges Gespräch und „historische“ Rückschau verbinden, vermittelt sich etwas vom „Geist“ des Films. Prägender Gedanke ist die der Frage, was vom thematisierten Film heute geblieben ist. Das Gespräch mit Iris Berben über „Supergirl“ eröffnet die projektierte Reihe als Pilotfilm. Kameramann war David Slama (u.a. „Das Treibhaus“, „Die Abfahrer“, „Unsere Mütter, unsere Väter“, „Junges Licht“, „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“). Kurator und Produzent von „alleskino - Das Gespräch“ ist der Horst Peter Koll.
30 Min.
HD
FSK 0
Sprache:
Deutsch

Weitere Informationen

Produktion:

Horst Peter Koll

Besetzung:

Iris Berben

Format:

16:9 HD, Farbe

Altersfreigabe:

FSK 0

Sprache:

Deutsch