Diether Krebs

Darsteller

*11.08.1947  †04.01.2000


Biografie

Dieter Krebs wird am 11. August 1947 in Essen geboren. Schon in der Schulzeit am Humboldt-Gymnasium gehört er zur Laienspielgruppe und arbeitet am Theater als Beleuchter. Nach dem Abitur studiert er an der renommierten Folkwangschule in Essen und erhält sein erstes Engagement am Theater in Oberhausen. 1971 spielt er in dem Jugendfilm “Zoff” an der Seite von Jürgen Prochnow. Bekannt wird er schließlich durch seine Rolle in der erfolgreichen Fernsehserie “Ein Herz und eine Seele”. Nach Unstimmigkeiten mit dem WDR steigt er 1974 aus der Serie aus, gemeinsam mit Elisabeth Wiedemann, die “Ekel Alfreds” Gattin spielt. Nach kurzer Zeit muss die Serie daraufhin wegen zu niedriger Einschaltquoten eingestellt werden.

Ab 1978 tritt er verstärkt in Krimiserien auf, darunter bis 1986 in “SOKO 5133”, wo er den Kriminalobermeister Dieter Herle mimt. Er hat wiederkehrende Auftritte in “Tatort”, “Polizeiruf 110” und “Der Alte”. 1979 heirat er Bettina Freifrau von-Leoprechting-Krebs, mit der er 1979 und 1985 die Söhne Moritz und Till bekommt. 1980 spielt er an der Seite von Eberhard Feik eine Hauptrolle in “Die Judenbuche” nach der gleichnamigen Erzählung von Annette von Droste-Hülshoff. Schließlich etabliert sich Krebs als Komiker und Kabarettist. Ab1981 gehört er zum festen Ensemble von “Rudis Tageshow” von und mit Rudi Carrell. Zwischen 1984 und 1986 tritt er an der Seite von Beatrice Richter und später Iris Berben in der legendären Comedy-Show “Sketchup” auf. 1986 ist er in einer kleinen Nebenrolle in dem Mehrteiler “Kir Royal” des Regisseurs Helmut Dietl zu sehen. 1990 startet Krebs seine Sketchshow “Voll daneben - Gags mit Diether Krebs”, die an “Sketchup” anknüpft. Auch in seinen Rollen in zahlreichen Fernseh- aber auch Kinofilmen schlüpft er in ganz verschiedene Charaktere.

In der Katastrophenfilm-Satire Möbius von Matti Geschonneck übernimmt er eine Nebenrolle. Auch in der Filmkomödie “Go Trabi Go” von Peter Timm hat er 1991 eine Nebenrolle als Fernfahrer. Ebenfalls 1991 landet er mit “Ich bin der Martin, ne”, das er gemeinsam mit Gundula Ulbrich performt, auf Platz drei der deutschen Hitparade. Es folgt das Album “Martin, ne...?!. Er tritt auch als Moderator in Erscheinung, so moderiert er ab 1996 die Silvestergala des MDR. Seine TV-Shows der neunziger Jahre “R.O.S.T. – Die Diether-Krebs-Show” auf RTL oder “ Der Dicke und der Belgier” auf Sat.1 werden wegen schlechter Einschaltquoten abgesetzt. In dieser Periode entsteht auch die von ihm verkörperte Figur “Herr Krups”, ein Mann mit Brille Hut und schiefem Gebiss, die unter anderem eine Version der Ruhrgebietshymne “Currywurst” zum Besten gibt.

1998 wird bei dem Schauspieler nach einer Herz-Operation Lungenkrebs diagnostiziert. Ein Jahr später übernimmt Diether Krebs die Rolle des Fieslings Werner Kampmann in der Gaunerkomödie “Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding”, die auf Grund seines Gesundheitszustand extra in der Nähe eines Krankenhauses gedreht wird. Ebenfalls unter dem Regisseur Peter Thorwarth soll er in “Was nicht passt, wird passend gemacht” mitspielen; im gleichnamigen Kurzfilm hatte er bereits den Bauunternhemer Willi Wiesenkamp verkörpert. Vor Drehbeginn erliegt er jedoch seinem Krebsleiden. An seiner statt übernimmt Dietmar Bär die Rolle.

Diether Krebs ist auf dem Ostfriedhof in Essen begraben. Im Mai 2011 wird der Ostpark im Essener Südostviertel im Gedenken an den Künstler in Diether-Krebs-Platz umbenannt.

Bild: Dieter Krebs in “Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding”

Filmografie