Höllentour

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2004 | 129 min
Dokumentarfilm
Pepe Danquart
Handlung
2003 Jahr wurde sie 100 Jahre alt - die Große Schleife durch Frankreich. Millionen Menschen an den Straßen und an den Bildschirmen verfolgten die faszinierenden Bilder von schwitzenden Fahrern, die sich kurz vor dem Koma mörderische Anstiege hinaufquälten. Millionen fieberten b...

2003 Jahr wurde sie 100 Jahre alt - die Große Schleife durch Frankreich. Millionen Menschen an den Straßen und an den Bildschirmen verfolgten die faszinierenden Bilder von schwitzenden Fahrern, die sich kurz vor dem Koma mörderische Anstiege hinaufquälten. Millionen fieberten bei den spektakulären Massenankünften mit, als die Sprintspezialisten ihre Rivalen mit explosiven Antritten niederrangen. Millionen hielten den Atem an, als Jan Ullrich beim Zeitfahren auf regennasser Straße stürzte. Die Tour de France ist mehr als nur ein Radrennen. Sie ist Mythos, Legende, Phänomen - vor allem aber ein Ereignis, auf das man sich jedes Jahr aufs Neue freut. Mit alten Bekannten, überraschenden Wendungen, tragischen Helden und einem Ende, das nur in einem Punkt vorhersehbar ist: Die letzte Etappe führt nach Paris.

Pepe Danquart hat mit drei Kamerateams gleichzeitig dieses mediale und sportliche Großereignis begleitet. Höllentour liefert eine Innenansicht der Tour, einen Blick auf die Menschen mit ihren Leiden, Ängsten und Schmerzen. Pepe Danquart kam seinen Protagonisten sehr nahe. Er begleitete sie nicht nur auf den Straßen, sondern zeigte auch die Erschöpfung danach, er folgte ihnen in die kleinen Hotelzimmer, in Badezimmer, wo sie sich die Beine rasieren. Die Tour de France, dieses gigantische, kommerzielle und hochprofessionelle Unternehmen, erscheint hier von Menschen gemacht. Dabei berichtet der Film über jede der Etappen, die sich in Charakter und Herausforderung grundsätzlich unterscheiden, jedes Mal anders. Mal steht eine Polizistein an der Absperrung im Mittelpunkt, mal wird über die Zuschauer erzählt, mal über "Eule", das Faktotum der Mannschaft, Masseur und absoluter Vertrauensmann.

Im Zentrum des Films aber steht die Männerfreundschaft von Zabel und Aldag, die seit Jahren die Zimmer teilen und höchstens mal darüber in Streit geraten, wer die Fernbedienung in Besitz nehmen darf. Uneitel, nüchtern und symphatisch kommentieren die beiden den Verlauf des Rennen, sprechen offen über ihre eigenen Versagensängste, aber auch über den Stolz, dabei sein zu dürfen. Diese abendlichen Gespräche enthüllen vielleicht mehr von dem, was die Tour bedeutet, als das hektische Treiben im Blitzgewitter am Tage.

 
 
 

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Filmdaten
Regie: Pepe Danquart
Drehbuch: Pepe Danquart
Protagonist: Erik ZabelRolf AldagAndreas KlödenAlexander WinokurowSteve Zampieri"Eule" Dieter RuthenbergMario KummerSerge Laget
Kamera: Michael HammonWolfgang ThalerFilip Zumbrunn
Schnitt: Mona Bräuer
Musik: Till Brönner
Produktion: Mirjam Quinte
Genre: Dokumentarfilm
Thema: Fahrrad, Sport
Jahr: 2004
Land: Deutschland/Schweiz
Format: 16:9 SD
Farbe: Farbe
Ton: Deutsch, Französisch
Untertitel: Deutsch
FSK: 0
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