Falsche Bewegung

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1975 | 99 min
Drama
Wim Wenders
Handlung
Wilhelm (Rüdiger Vogler) will Schriftsteller werden und begibt sich auf Themensuche. Er reist von Glückstadt über Hamburg und Bonn bis nach Frankfurt. In Hamburg trifft er auf Therese (Hanna Schygulla), die ihm ihre Telefonnummer gibt. Während einer Zugfahrt lernt er den alten La...

Wilhelm (Rüdiger Vogler) will Schriftsteller werden und begibt sich auf Themensuche. Er reist von Glückstadt über Hamburg und Bonn bis nach Frankfurt. In Hamburg trifft er auf Therese (Hanna Schygulla), die ihm ihre Telefonnummer gibt. Während einer Zugfahrt lernt er den alten Laertes (Hans Christian Blech) kennen, der mit dem stummen Mädchen Mignon (Nastassja Kinski) durchs Land reist. Bald darauf freundet Wilhelm sich mit dem österreichischen Dichter Bernhard (Peter Kern) an, der vorschlägt, auf das Schloss seines Onkels zu fahren. Doch dort beginnen die Dinge, allmählich aus dem Ruder zu laufen...

Wim Wenders’ Drama erhielt insgesamt sechs deutsche Bundesfilmpreise (Film, Drehbuch, Kamera, Musik, Regie, Schnitt). Das Drehbuch von Peter Handke basiert auf den Motiven von Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre".

 
 
 
Kommentare
Mittelmäßig
von ohmuc
"Wie trennen wir uns also? - Irgendwo im Getümmel." - Entfremdung und Leere beherrschen das Auftreten der Protagonisten dieses Filmes. Diese zufällig zusammengetroffene kleine Gruppe, welche außer nicht überwindbarer Distanz zueinander auch nichts weiter verbindet, redet ein wenig von sich und ein wenig vom Politischen. In die Tiefe geht es nie. So weit, so typisch 70er. "Falsche Bewegung" ist sicher nicht Wenders' bester Film, er hat Längen und ist Zeitgeist pur. Da muss man teilweise mühsam durch. Zudem ist Rüdiger Vogler arge Geschmackssache als Schauspieler, mein Fall ist er nicht. Trotzdem bietet der Film auch sehenswerte Momente: die junge Schygulla, die noch jüngere Nastassja Kinski spielen verhalten, aber gut; dito (und sowieso) Hans Christian Blech. Die Landschaftsaufnahmen sind grundsätzlich gelungen, man blickt in ein vergleichsweise ruhiges Westdeutschland - ein Land, das es schon lange nicht mehr gibt. Das gilt sogar für die Aufnahmen aus einer Frankfurter Hochhausvorstadt - die Ruhe vor dem endgültigen Immobilienboom, so scheint es im Nachhinein. 7 von 10 Sternen. Kein Muss, aber trotz Längen teilweise interessant.

Kundenmeinungen

Mittelmäßig Kundenmeinung von ohmuc
Film
"Wie trennen wir uns also? - Irgendwo im Getümmel." -
Entfremdung und Leere beherrschen das Auftreten der Protagonisten dieses Filmes. Diese zufällig zusammengetroffene kleine Gruppe, welche außer nicht überwindbarer Distanz zueinander auch nichts weiter verbindet, redet ein wenig von sich und ein wenig vom Politischen. In die Tiefe geht es nie. So weit, so typisch 70er.
"Falsche Bewegung" ist sicher nicht Wenders' bester Film, er hat Längen und ist Zeitgeist pur. Da muss man teilweise mühsam durch. Zudem ist Rüdiger Vogler arge Geschmackssache als Schauspieler, mein Fall ist er nicht.
Trotzdem bietet der Film auch sehenswerte Momente: die junge Schygulla, die noch jüngere Nastassja Kinski spielen verhalten, aber gut; dito (und sowieso) Hans Christian Blech.
Die Landschaftsaufnahmen sind grundsätzlich gelungen, man blickt in ein vergleichsweise ruhiges Westdeutschland - ein Land, das es schon lange nicht mehr gibt. Das gilt sogar für die Aufnahmen aus einer Frankfurter Hochhausvorstadt - die Ruhe vor dem endgültigen Immobilienboom, so scheint es im Nachhinein.
7 von 10 Sternen. Kein Muss, aber trotz Längen teilweise interessant.
(Veröffentlicht am 04.11.16)

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Filmdaten
Regie: Wim Wenders
Drehbuch: Wim Wenders
Darsteller: Hanna SchygullaRüdiger VoglerHans-Christian BlechNastassja KinskiPeter Kern
Kamera: Robby Müller
Schnitt: Peter Przygodda
Musik: Jürgen Knieper
Produzent: Bernd EichingerPeter Genée
Schnitt-Assistenz: Barbara von Weitershausen
Genre: Drama
Jahr: 1975
Land: Deutschland
Format: 16:9 SD
Farbe: Farbe
Ton: Deutsch
Untertitel: Ohne
FSK: 12
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