Gundermann
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Gundermann

Biographie, Drama, 2018

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Deutschland

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"Gundermann" erzählt von einem Baggerfahrer, der Lieder schreibt. Der ein Poet ist, ein Clown und ein Idealist. Der träumt und hofft und liebt und kämpft. Ein Spitzel, der bespitzelt wird. Ein Weltverbesserer, der es nicht besser weiß. Ein Zerrissener. "Gundermann" ist Liebes- und Musikfilm, Drama über Schuld und Verstrickung, eine Geschichte vom Verdrängen und Sich-Stellen. "Gundermann" ist ein Film über Heimat. Er blickt noch einmal neu auf ein verschwundenes Land. Es ist nicht zu spät dafür. Es ist an der Zeit.

Fotos (1/7)
Gundermann (2018) - Alexander Scheer
Gundermann (2018) - Alexander Scheer
Gundermann (2018) - Anna Unterberger,  Alexander Scheer
Gundermann (2018) - Alexander Scheer, Anna Unterberger
Gundermann (2018) - Regie: Andreas Dresen - Plakat 1
Gundermann (2018) - Regie: Andreas Dresen - Plakat 2
Handlung
"Gundermann" ist ein Biopic über den Baggerfahrer und Liedermacher Gerhard Gundermann, der sein Leben von 1955 bis zur Wende in der DDR verbachte und 1998 in Hoyerswerda in der Oberlausitz in Sachsen starb. Andreas Dresen erzählt in seinem 12. Kinofilm, wie Gerhard Gundermann in der DDR als Sonderling auffiel. Gundermann, der von Freunden, Bekannten und Kollegen nur kurz „Gundi“ genannt wurde, war ein Herzblutsozialist, der an die DDR glaubte, immer den Mund aufmachte, wenn er eine Ungerechtigkeit witterte, der extraordinäre Brillenmodelle liebte, seine Mittagsstullen im Geigenkasten transportierte und poetisch-romantische Liedertexte über die Arbeit im Braunkohletagebau und die Herausforderungen des einfachen Lebens schrieb. Texte, die auch systemkritisch anmuten konnten.

Dresen erzählt in zwei Zeitebenen, eine in den 1970er Jahren angesiedelt und die andere kurz nach der Wende.. Gerhard Gundermanns Werdegang - wie Gundi von der Offiziersschule in Löbau fliegt, Baggerfahrer im Braunkohletagerbau in Hoyerswerda wird und Liedersänger und Gitarrist der „Brigade Feuerstein“, wie Gundi in die Partei eintritt, als Informeller Mitarbeiter (IM) des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) der DDR angeworben wird und fleißig über Freunde und Kollegen Bericht erstattet. Gleichzeitig zeigt der Film, wie Gundermann aneckt, weil er kritisch bleibt und Fragen stellt und nach mehrmaligem Augen-zu-drücken der Partei und Entschuldigungen seitens Gundermanns doch wegen zu aufmüpfigen Verhaltens aus der SED ausgeschlossen wird.

Der Film erzählt die Musikerkarriere des Gerhard Gundermann, der noch zu DDR-Zeiten seine Solokarriere beginnt und gleichzeitig immer Baggerfahrer bleibt, vom Konzert zur Nachtschicht rennt und andersherum und oft nur wenige Stunden Schlaf abbekommt. Gleichzeitig zieht sich die Li-besgeschichte zwischen Gundi und seiner Jugendliebe Conny wie ein roter Faden durch den Film. Conny hatte immer eine enge Beziehung zu Gundi und sang in einer seiner frühen Bands, ist dennoch mit einem Freund und Kollegen Gundis verheiratet. Am Ende entscheidet sich Conny doch für Gundi und gründet mit ihm eine neue Familie. Nach der Wende muss sich Gundermann plötzlich vor seinem Umfeld, seiner Frau, seinen Freunden und ehemaligen Kollegen und vor allem vor sich selbst für seine Stasi-Vergangenheit rechtfertigen. Er muss sich mit einem unbestimmten Gefühl der Schuld auseinandersetzen, für Taten, die er im Namen eines Systems ausführte, an das er einmal geglaubt hatte.
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