Moritz Bleibtreu

Schauspieler

*13.08.1971  München


Biografie

Moritz Bleibtreu wird 1971 in München geboren und wächst als Sohn der beiden österreichischen Schauspieler Monica Bleibtreu und Hans Brenner in Hamburg auf. Schon 1977 hat er erste Fernsehauftritte in der Kinderserie „Neues aus Uhlenbusch“, an der seine Mutter als Koautorin mitwirkt. Sein Kinodebüt hat er in „Ich hatte einen Traum“ von Rainer Boldt, dem zweiten Autoren von „Neues aus Uhlenbusch“. Schließlich wirkt er 1986 gemeinsam mit seiner Mutter in einer deutsch-östereichischen Miniserie über das Leben des Komponisten Franz Schubert mit.

Nach dem Realschulabschluss geht Moritz Bleibtreu als Au-Pair nach Paris und nimmt schließlich Schauspielunterricht in New York. Als er nach Deutschland zurückkehrt erhält er erste Engagements am Thalia Theater und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Nach kleineren Rollen gelingt ihm 1997 der Durchbruch mit „Knockin' on Heaven's Door“ des Regisseurs Thomas Jahn. Am Drehbuch des Roadmovies schreibt als Koautor Til Schweiger mit. Für seine Darstellung wird Bleibtreu unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

Es folgen Filme wie „Lola rennt“, „Das Experiment“ und „Der Baader Meinhof Komplex“. Mit Fatih Akın beginnt eine regelmäßige Zusammenarbeit. Sie drehen gemeinsam „Im Juli“, „Solino“, „Soul Kitchen“ und „Chiko“. Für „Im Juli“ wird er 2001 als bester Hauptdarsteller mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet; weiter erhält er Preise für „Das Experiment“ und „Elementarteilchen“. 2010 spielt er in „Zeiten ändern dich“, der Filmbiographie des Musikers Bushido und in „Jud Süß - Film ohne Gewissen“ des Regisseurs Oskar Roehler die Rolle des Joseph Goebbels. In der internationalen Koproduktion „360“ spielt er 2011 an der Seite von Anthony Hopkins und Jude Law.

Bild: Moritz Bleibtreu in Elementarteilchen

Filmografie